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Hausmaus (Mus musculus) mit großen Ohren und körperlangem Schwanz Mäuse Mäusekot

Mäuse

Mäuse bekämpfen

Eine Maus braucht einen Spalt von sechs Millimetern. Solange dieser Spalt offen bleibt, kommt die nächste nach.

Eine Maus lässt sich fangen. Ein Mäuseproblem lässt sich nur durch Abdichten lösen.

Sechs Millimeter genügen

Der Schädel einer Hausmaus ist der begrenzende Faktor, nicht der Körper: Wo der Kopf durchpasst, passt das Tier durch. Das bedeutet in der Praxis, dass ein Spalt von der Stärke eines Bleistifts ausreicht. Junge Tiere kommen noch durch kleinere Öffnungen.

Deshalb ist das Ergebnis einer Begehung bei uns immer auch eine Liste baulicher Schwachstellen. Die immer wiederkehrenden Klassiker: der Bodenspalt unter der Kellertür, unverschlossene Rohrdurchführungen hinter Waschmaschine und Heizungsanlage, Rollladenkästen mit offener Führungsschiene, Lichtschächte ohne Gitter und der Übergang zur angebauten Garage.

Hausmaus, Waldmaus, Spitzmaus – der Unterschied ist rechtlich relevant

Die Hausmaus ist graubraun, hat große runde Ohren, einen fast körperlangen Schwanz und riecht deutlich streng. Sie lebt ganzjährig im Gebäude und vermehrt sich dort.

Die Waldmaus hat auffällig große Augen und Ohren, einen weißlichen Bauch und springt mehr als sie läuft. Sie kommt saisonal von draußen und geht meist im Frühjahr von selbst wieder.

Die Spitzmaus ist überhaupt kein Nagetier, sondern ein Insektenfresser mit langer, beweglicher Rüsselschnauze und winzigen Augen. Sie steht unter besonderem Schutz nach dem Bundesnaturschutzgesetz und darf nicht bekämpft werden. Wer sie im Keller findet, hat kein Schädlingsproblem, sondern einen nützlichen Gast, der irrtümlich hereingeraten ist. Wir setzen sie dann fachgerecht wieder aus.

Der Herbst ist Mäusezeit

In Stadtrandlagen mit Gärten, Feldern und Kleingartenanlagen häufen sich unsere Mäusetermine jedes Jahr zwischen Ende September und Ende November. Der Grund ist simpel: Mit den ersten Frostnächten suchen Feld- und Waldmäuse Winterquartiere, und ein Wohnhaus ist ein hervorragendes Winterquartier.

Wer die Abdichtung im August erledigt, spart sich die Bekämpfung im November. Das ist der günstigste Termin, den man in diesem Bereich vergeben kann.

Was Sie beim Aufräumen beachten sollten

Mäusekot und getrockneter Urin enthalten Allergene und mögliche Krankheitserreger. Trockenes Fegen oder Saugen wirbelt beides auf. Feuchten Sie die betroffenen Flächen deshalb vorher an, arbeiten Sie mit Einweghandschuhen und entsorgen Sie alles in einem verschlossenen Beutel im Restmüll. Bei größeren Verunreinigungen – etwa in einem lange ungenutzten Keller – übernehmen wir die Reinigung und Desinfektion auf Wunsch mit.

Vorräte richtig lagern

Mäuse bleiben, wo sie Nahrung finden. Reis, Nudeln, Mehl, Müsli, Nüsse, Trockenobst, Tierfutter und Vogelfutter gehören in dicht schliessende Behälter aus Glas, Metall oder festem Kunststoff. Papier, Folie und Pappe sind kein Hindernis – eine Maus nagt sich in Minuten hindurch.

Der zweithäufigste Grund, warum ein Befall zurückkehrt, ist die Vogelfütterung. Was im Winter auf dem Boden oder der Terrasse liegt, versorgt zuverlässig auch die Tiere im Haus. Solange ein Befall besteht, sollte sie ruhen.

Im Keller lohnt der Blick auf Kartonagen: Umzugskartons, Zeitungsstapel und alte Textilien sind kein Futter, aber ideales Nistmaterial. Wo beides zusammenkommt – Nistplatz und Nahrung –, entsteht aus einem eingewanderten Tier binnen weniger Wochen ein Bestand.

Ein letzter Hinweis zur Erfolgskontrolle: Nach der Bekämpfung legen wir an den Laufwegen Mehl oder Talkum in dünner Schicht aus. Bleiben die Flächen über eine Woche unberührt, ist der Befall beendet. Das ist unspektakulär, kostet nichts und ist verlässlicher als der Eindruck, dass es ruhiger geworden ist.

Daran erkennen Sie den Befall

  • Kot in Form kleiner, dunkler Körner von etwa 3 bis 8 Millimetern, oft in Schubladen, hinter Geräten und entlang von Wänden
  • Angenagte Lebensmittelverpackungen, besonders Nudeln, Müsli, Tierfutter und Schokolade
  • Rascheln, Kratzen und Trippeln in Wänden, Decken oder Rollladenkästen, meist nach Einbruch der Dunkelheit
  • Strenger, urinartiger Geruch in Schränken oder engen Räumen
  • Nistmaterial aus zernagtem Papier, Dämmwolle oder Textilfasern in Ecken und Hohlräumen
  • Fettige Laufspuren an häufig genutzten Wegen entlang der Fußleisten

Warum Sie nicht abwarten sollten

  • Nagen an Kabelisolierungen und Rohrleitungen mit Brand- und Wasserschadenrisiko
  • Verunreinigung von Lebensmitteln durch Kot und Urin; Salmonellen und andere Erreger sind möglich
  • Allergische Reaktionen auf Mäuseallergene, besonders bei Kindern
  • Eine Hausmaus wird bereits nach etwa sechs Wochen geschlechtsreif; aus zwei Tieren wird in einer Saison eine große Population
  • Beschädigung von Dämmstoffen mit Folge steigender Heizkosten und Feuchteschäden

Was Sie sofort selbst tun können

  • Alle Lebensmittel und Tierfutter in Behälter aus Glas, Metall oder festem Hartplastik umfüllen – Mäuse nagen Kartonage und dünne Folie mühelos auf
  • Krümel und Speisereste konsequent beseitigen, auch unter Herd und Kühlschrank
  • Kot nicht trocken fegen oder saugen, sondern anfeuchten und mit Einweghandschuhen aufnehmen
  • Mögliche Eintrittsstellen suchen: Rohrdurchführungen, Rollladenkästen, Kellerfenster, Garagentor, Übergang zur angebauten Garage
  • Ein gefundenes Tier oder Kotproben fotografieren – Maus, Ratte und Spitzmaus erfordern völlig unterschiedliche Reaktionen

Was Sie besser lassen sollten

  • Kein Ultraschall kaufen; eine dauerhafte Vertreibung von Mäusen ist damit nicht belegt, die Tiere gewöhnen sich rasch daran
  • Keine offenen Giftköder in Wohnräumen auslegen
  • Spalten nicht mit Bauschaum füllen – Mäuse nagen ihn innerhalb weniger Stunden wieder auf
  • Keine Lebendfallen ohne Plan; ausgesetzte Mäuse kehren über erstaunliche Entfernungen zurück oder verenden andernorts
  • Den Befall nicht aussitzen: Mäuse vermehren sich zu schnell, als dass Abwarten je funktionieren würde

So beugen Sie vor

  • Lebensmittel und Tierfutter grundsätzlich in dicht schließenden, nagesicheren Behältern lagern
  • Bodenspalte an Haus-, Keller- und Garagentüren mit Bürstendichtung schließen
  • Rohr- und Kabeldurchführungen fachgerecht mit Mörtel und Edelstahlgewebe verschließen
  • Lichtschächte und Kellerfenster mit Gitter sichern, Maschenweite höchstens 5 Millimeter
  • Rollladenkästen und Dämmebenen im Herbst kontrollieren, bevor die Tiere einziehen
  • Kein Vogelfutter direkt an der Hauswand ausbringen

Rechtlicher Hinweis

Hausmäuse gelten als Gesundheitsschädlinge im Sinne des Infektionsschutzgesetzes. Spitzmäuse dagegen sind keine Nagetiere, sondern Insektenfresser und nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt – sie dürfen weder gefangen noch getötet werden. Wir bestimmen deshalb immer erst die Art. In Mietwohnungen ist ein erheblicher Mäusebefall ein Mangel der Mietsache; die Kosten trägt in der Regel der Vermieter.

Quellen und Stand

Zuletzt fachlich geprüft: 21.08.2026. Zuletzt aktualisiert: 10. September 2026. Dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung und keine ärztliche Abklärung.

Häufige Fragen zu Mäuse bekämpfen

Wie unterscheide ich Maus- von Rattenkot?

An der Größe. Mäusekot ist 3 bis 8 Millimeter lang, dünn und liegt oft verstreut in großer Zahl. Rattenkot ist mit 15 bis 20 Millimetern deutlich größer, dicker und wird meist an wenigen Stellen konzentriert abgesetzt. Schicken Sie uns im Zweifel ein Foto mit einer Münze zum Größenvergleich.

Reicht eine Falle aus dem Baumarkt?

Bei einem einzelnen zugelaufenen Tier oft ja. Bei mehreren Tieren nicht: Mäuse lernen schnell, unsauber gestellte Fallen zu meiden, und die Vermehrungsrate ist höher, als eine einzelne Falle abschöpfen kann. Der entscheidende Punkt ist ohnehin die Abdichtung – und die schafft keine Falle.

Wie kommen die Mäuse überhaupt herein?

Durch Spalte ab etwa sechs Millimetern. Typische Wege sind der Bodenspalt unter der Kellertür, Rollladenkästen, Rohrdurchführungen hinter Waschmaschine und Heizung, Lichtschächte, der Übergang zur angebauten Garage und Lüftungsöffnungen ohne Gitter.

Warum kommen im Herbst plötzlich Mäuse?

Weil sie von draußen einziehen. Mit den ersten kalten Nächten wandern Mäuse aus Feldern, Gärten und Grünflächen in Gebäude – in Randlagen mit Feldern und Kleingärten ist das jedes Jahr im Oktober und November zu beobachten.

Muss ich den Kot besonders entsorgen?

Fegen und saugen Sie ihn nicht trocken auf, weil dabei Allergene und Erreger aufgewirbelt werden. Feuchten Sie die Stellen mit einem Reinigungsmittel an, nehmen Sie den Kot mit Einweghandschuhen und Papier auf und entsorgen Sie alles verschlossen im Restmüll.

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